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09.08.2017

Gute Betreuung für den Geschäftsbesuch


Viele Deutsche neigen dazu, Berufliches und Privates streng zu trennen. Das bedeutet, dass Feierabend eben Feierabend ist und dass der Freundeskreis nicht unbedingt aus Kolleg/innen und Geschäftspartner/innen besteht. In vielen afrikanischen und asiatischen Ländern ist das aber anders. Man geht gemeinsam nach Dienstschluss aus und wenn ausländische Gäste kommen, werden die nahezu rundum betreut. Deshalb macht es einen guten Eindruck, ausländische Gäste in Deutschland schon am Flughafen abzuholen und auch ein Abend- und Besichtigungsprogramm während des Aufenthaltes für sie zu arrangieren. Und zwar gemeinsam mit Firmenangehörigen! Das sind die besten Voraussetzungen für eine gute und lange Zusammenarbeit. Und das wollen wir schließlich alle, oder?

 

Falls ihr bestimmte Themen wünscht oder einfach einen Kommentar loswerden wollt, schreibt mir eine Email.  


Nächste Woche gibt es einen Sicherheitstipp für den weltweiten Einsatz von Service- und Sales-Mitarbeiter/innen.

 

 

29.07.2017

Die Bedeutung von „time is money“

 

„Zeit ist Geld“, mit diesem Satz bin ich in einer UnternehmerInnenfamilie aufgewachsen. Für die meisten Deutschen und US-AmerikanerInnen ist klar, was mit „time is money“ gemeint ist. Zeit kostet, Zeit wird bezahlt, Zeit wird abgerechnet, Zeit ist Arbeitszeit. Viele Deutsche glauben, Zeit sparen zu können und sie versuchen, effektiv mit Zeit umzugehen. Das sind Vorstellungen, die für viele Menschen, die in Indien, in afrikanischen oder nahöstlichen Ländern aufgewachsen sind, ziemlich seltsam klingen, um nicht zu sagen völlig unsinnig. In Zimbabwe erklärte mir ein Shona-Kollege, dass Zeit einfach Zeit sei. Die Qualität der Zeit zählt dort, nicht die Quantität. Man kann Zeit nicht sparen, weil jeder die gleichen Stunden pro Tag zur Verfügung hat. Wenn ich Zeit spare, habe ich trotzdem keine einzige Minute mehr am Tag. In Indien gibt es zwar auch das Sprichwort „time ist money“, es bedeutet allerdings etwas völlig anderes als in Deutschland. Nämlich, je mehr Zeit ich vorab in eine Beziehung mit Small Talk, Treffen, Essen gehen usw. investiere, desto mehr Geld springt hinterher für beide heraus. Und das funktioniert auch in vielen anderen Ländern.

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Nächste Woche beschäftigen wir uns mit der Betreuung von ausländischen KollegInnen, KundInnen oder GeschäftsparternInnen, die in Deutschland zu  Besuch sind.

 

20.07.2017

Nachfragen erlaubt – Tipp für Ausbilder und Ausbilderinnen

 

Letzte Woche war ich als Podiumssprecherin zum „Runden Tisch“ im Rahmen des Projektes „Stark für Ausbildung“ an die IHK nach Stuttgart eingeladen. Getragen wird das Projekt von DIHK und ZWH. Einer meiner Beiträge: Immer wieder stellen Ausbilderinnen und Ausbilder fest, dass manche junge Menschen – z. B. aus arabischen Ländern, afrikanischen Ländern, Afghanistan oder auch China – nicht nachfragen, wenn sie etwas nicht verstanden haben. Sie nicken mit dem Kopf oder bestätigen mit einem Ja, dass sie die Inhalte verstanden hätten. Ausbilder interpretieren meist, dass die jungen Menschen nicht zugeben wollen, dass sie etwas nicht verstanden haben, um ihr Gesicht zu wahren. Denkste! In der Regel ist es genau andersherum. Oft aufgewachsen in hierarchischen Strukturen und an frontalen Unterricht gewöhnt, fragen sie nicht nach, um das Gesicht der Ausbilderin oder des Lehrers zu schützen. Würden sie nachfragen, würde das bedeuten, der Lehrer hat schlecht erklärt und sie würden unterstellen, er sei ein schlechter Lehrer. Lösung? Die Auszubildenden erklären lassen oder das Gezeigte nachmachen lassen. Übrigens würden viele nachfragen, wenn Ihnen ein ungefähr Gleichaltriger etwas erläutern würde, dann sind der hierarchische Abstand und die Hemmschwelle niedriger.

 

Nächste Woche gibt es einen Beitrag zur Zeitplanung im Kulturvergleich. Bis dann! Und wenn ihr bestimmte Themen wünscht oder einfach einen Kommentar loswerden wollt, schreibt mir eine Email. Soweit möglich werde ich in einem der nächsten Beiträge darauf eingehen.

   

13.07.2017

Grenzenlos kurz, knapp, knallig – ab jetzt wöchentlich!

In den letzten Wochen war ich bei so vielen spannenden Veranstaltungen, ob beim Afrika-Tag in Chemnitz (bei dem auch Herr Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, anwesend war), dem „Round Table Nigeria“ an der IHK München mit etlichen Teilnehmern aus Nigeria und spannenden Vorträge, am Runden Tisch von DIHK und ZWH (Zentralstelle für die Weiterbildung im Handwerk) in Stuttgart zum Thema „Stark machen für Ausbildung“ (zu dem ich als Kulturexpertin auf das Podium eingeladen war) und bei der Tagung „Vielfalt im Betrieb“ an der Evangelischen Akademie in Tutzing. Vieles davon ist auch für euch interessant. Deshalb möchte ich die vielen Ereignisse, Erkenntnisse, Eindrücke und manche meiner Gedanken mit euch teilen. Künftig gibt es wöchentlich Wissenswertes zu Veranstaltungen, zu Kultur(en), zu Ländern, zu Fallbeispielen, zur betrieblichen Integration, zu Sitten und Bräuchen. Wenn ihr bestimmte Themen wünscht oder einfach einen Kommentar loswerden wollt, schreibt mir eine Email. Soweit möglich werde ich in einem der nächsten Beiträge darauf eingehen.

 

Nächste Woche gibt es erst Mal einen nützlichen Tipp für Ausbilder/innen, zu deren Schülern und Schülerinnen Geflüchtete zählen. Bis dann!