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12.12.2017

Migrationshintergründe Afrika Teil II


Außer den im letzten Blogbeitrag erwähnten seit Generationen üblichen sozialen Gründen für Migration existieren zahlreiche weitere Triebfedern für Afrikaner und Afrikanerinnen zu migrieren, egal ob auf dem Kontinent oder transkontinental. Dazu gehören Kriege, Bürgerkriege, unterschiedlichste Bedrohungen durch Terrorgruppen, Kriminalität, interne politische und/oder wirtschaftliche Konflikte, z. B. um Felder und Weideland, Verödung großer Regionen durch Klimawandel, Umweltverschmutzung u.a. durch importierten Müll, politische Willkür durch Autokraten, mangelnde Religionsfreiheit, Naturkatastrophen, Epidemien, fehlende wirtschaftliche Perspektive im eigenen Land, z. B. durch Abfischung der Fischbestände durch europäische Trawler und die Zerstörung der heimischen Wirtschaft durch Billigimporte, sowie nicht durchdachte Entwicklungszusammenarbeit. Oft treten die Auslöser der Migration in Kombination miteinander auf. Dazu gibt es mehr Informationen am 12.03.2018 bei meinem Vortrag in München zu Fluchthintergründen (siehe aktuelle Termine).

 

Das nächste Mal lesen Sie einen Beitrag zu einer spannenden Persönlichkeit.

 

 

 

01.12.2017

Migrationshintergründe Afrika I


Gerade für junge Männer in westafrikanischen Ländern, wie Senegal oder Togo, gehört Migration seit Generationen zum Erwachsenwerden. Es ist üblich, als junger Mann sein Glück in einem anderen Land, meist in einem der direkten Nachbarländer, zu suchen. Auch den derzeitigen Migranten sind bei der Rückkehr in die Heimat Ansehen und Prestige sicher, wenn sie mit finanziellen Mitteln zurückkehren und während der Zeit der Abwesenheit Geld nach Hause zur Familie geschickt haben.  Nicht jede und jeder, die oder der nach Europa kommt, will hier bleiben.

 

Demnächst mehr.

 

 

 

22.11.2017

Unternehmerfrühstück der Handwerkskammer in Augsburg


Letzte Woche durfte ich in Augsburg einen interkulturellen Workshop halten zum Thema „Unternehmen integrieren Flüchtlinge“. Die Handwerkskammer für Schwaben und das NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge hatten zum 2.Unternehmerfrühstück eingeladen unter dem Motto: „WIR PACKEN´S AN: Handwerk macht Fremde zu Kollegen. Schwerpunkt: Flüchtlinge in Ausbildung!“ Es war wunderbar zu erleben, mit welchem unglaublichen persönlichen Engagement sich Unternehmerinnen und Unternehmer für „ihre“ Azubis und Azubinen aus Syrien, Afghanistan, Nigeria, Senegal und vielen anderen Ländern einsetzen. Hut ab!  Temperamentvoll wurden im Workshop Kulturstandards verglichen und eigene Beispiele vorgebracht. 

Das Foto stammt von Martina Wirth, Willkommenslotsin HWK Augsburg. Danke!

 

Demnächst gibt es Infos zum Thema Migrationshintergründe.

 

 

 

07.11.2017

KISS – Keep it Short and Simple in der Kommunikation


Wissen Sie noch wie es war, als Sie das letzte Mal mit US-Amerikanern sprechen wollten und  nichts verstanden haben? Es war einfach zu schnell und zu undeutlich, weil ihr Gegenüber sich nicht auf Sie eingestellt hat. Genauso geht es vielen Ihrer Kolleginnen und Kollegen, deren Muttersprache nicht Deutsch ist. Also: Bilden Sie kurze Sätze. Sprechen Sie deutlich. Und benutzen Sie einfache Worte. Zahlen schreiben Sie möglichst als Ziffern. Und wenn es um Dokumente geht, lassen Sie viele Bilder sprechen. Das erleichtert die Kommunikation für alle Beteiligten. Mehr in meinen interkulturellen Kick-off-Trainings.

Das nächste Mal geht es um eine aktuelle Veranstaltung. Mehr wird noch nicht verraten. 

 

 

 

25.10.2017

Illegale Taxis in Dar es Salaam / Tansania


Zunehmend werden in Dar es Salaam Ausländer und Ausländerinnen von Taxifahrern gekidnappt und ausgeraubt. Hundertprozentige Sicherheit dagegen gibt es nie, aber die Gefahr lässt sich minimieren: Suchen Sie aktiv ein Taxi aus und lassen Sie sich nie von einem Taxifahrer aussuchen. Achten Sie darauf, ob eine Lizenz hinter der Scheibe angebracht ist und steigen Sie nie in ein Taxi ein, in dem zwei Personen sitzen. Weitere Tipps zu diesem Thema gibt es in meinen interkulturellen Sicherheitsseminaren. 

Im nächsten Beitrag erhalten Sie praktische Tipps für eine bessere Kommunikation zwischen Ihnen und Ihren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen mit Fluchthintergrund.

 

 

 

09.10.2017

Alles Oranje oder was?


Wundern Sie sich nicht, wenn es beim Business-Lunch etwas einfach zugeht. In den Niederlanden wird gegessen, weil man muss, nicht unbedingt aus Genuss. Auch wenn sich das in der jungen Generation langsam ändert. Fertiggerichte sind beliebt, fritierte Snacks werden auch aus Automaten geholt. Als Businesslunch sind Sandwiches in den Eetcafes üblich. Machen Sie Ihrem Gegenüber eine Freude und sagen Sie „Wat was dat lekker“. Und Achtung bei den Coffeeshops. Dort gibt es keinen Alkohol, aber „weiche“ Drogen. Von den rund 600 Coffeeshops der Niederlande sind um die 200 in Amsterdam.

 

Nächste Woche geht es um Tansania.  

 

 

 

29.09.2017

Iran – Bild zurechtrücken


Die meisten Menschen sind bei einem Iranbesuch völlig überrascht. Und zwar positiv. In den deutschen Medien wir größtenteils über die Politik des repressiven Regimes berichtet. Natürlich gibt es Iraner und Iranerinnen, die dahinter stehen. Diese sind oft arm und weniger gebildet oder sehr reich und Nutznießer der Regierung. Ich habe bei meinen Iranaufenthalten so gut wie ausschließlich moderne, aufgeschlossene Menschen getroffen, die der Regierung kritisch gegenüberstehen. Und ich kenne kein offiziell muslimisches Land, in dem sich die Menschen so sehr auf ihre vorislamischen Wurzeln beziehen wie den Iran. Zarathustra, Persepolis und die Perserkönige sind immer hervorragende Themen für Small Talk. Damit machen Sie auf Ihre Geschäftspartner einen richtig guten Eindruck ... soweit diese keine Mullahs sind.

 

Nächste Woche gibt es eine Info zu den Niederlanden.  

 

 

 

22.09.2017

Johannesburg – nichts im Auto liegen lassen


Das Geschäftsleben pulsiert in der Innenstadt von Johannesburg ebenso wie die Künstlerszene. Jozi, wie die Stadt liebevoll genannt wird, liegt in der Gauteng Provinz, die entsprechend ihrer Anfangsbuchstaben auch als Gangster´s Paradise bezeichnet wird. Über 16.000 Autofahrer in Südafrika und zwar fast ausschließlich in der Gauteng Provinz werden jährlich Opfer von Überfällen. Um smash-and-grab zu vermeiden, also eingeschlagene Autofenster, sollte nichts sichtbar im Auto liegen gelassen werden und das leere Handschuhfach muss offen sein. Wie man das Risiko von Kidnapping minimieren kann, besprechen wir in den Sicherheitsseminaren.

 

Nächste Woche gibt es eine Info zum Iran.

 

 

 

14.09.2017

Indien – Termine rückbestätigen


Für die meisten Deutschen ist es selbstverständlich, Termine einzuhalten, wenn sie ausgemacht sind. In Indien, aber auch in anderen Ländern, ist das nicht unbedingt so. Es muss immer wieder daran erinnert werden, sonst gehen viele indische Kollegen oder Partner davon aus, dass der Termin nicht mehr wichtig ist. Also, je näher der Termin rückt, desto öfter daran erinnern. Sonst fliegen Sie nach Mumbai und ihr Ansprechpartner ist nicht da. Alles schon passiert.

 

Nächste Woche gibt es eine Info zu Südafrika.

 

 

 

07.09.2017

Begegnung in Saudi Arabien mit Servicetechnikern


Kürzlich sprachen mich zwei österreichische Servicemonteure in der Lobby des Red Sea Palace Hotels in Jeddah an. Es war der pure Zufall, sie wussten nicht, dass ich international tätige Servicetechniker interkulturell schule. Jedenfalls baten sie mich aus heiterem Himmel, ein paar Tipps zu geben, weil es ihr erster Aufenthalt in Saudi Arabien sei. Sie waren weder auf das Land noch auf den Kunden vorbereitet worden. Natürlich habe ich Ihnen ein paar Infos zur Zusammenarbeit und zur Sicherheit im Land gegeben, aber auch einen zum Einkaufen: Während der Gebetszeiten schließen die Geschäfte in Saudi Arabien. Das bedeutet, wenn ich gerade in einem Supermarkt bin, muss ich raus oder kann mich für die Dauer des Gebets einschließen lassen. In letzterem Fall kann man gemütlich alle Waren zusammensuchen und, sobald die Angestellten wieder erscheinen, als Erster bzw. Erste an der Kasse stehen.

 

Nächste Woche gibt es eine Info zu Indien.

 

 

 

29.08.2017

Grußkarte zum Opferfest

Vom 01. bis 04. September findet das islamische Opferfest statt. Das Opferfest ist eines der wichtigsten Feste im Islam. Wer muslimische Geschäftspartner hat, kann eine Grußkarte verschicken. Es gibt jede Menge im Internet zum Herunterladen. Da das Datum des Opferfestes vom Mond abhängt, verschiebt es sich jährlich. Das Idu I-Adha wird zu Ehren von Abraham gefeiert, weil er bereit gewesen ist, seinen eigenen Sohn Gott zu opfern. Es war allerdings „nur“ ein göttlicher Test, und so wurde bereits die Bereitschaft Abrahams von Gott akzeptiert und die Opferung Ismaels in letzter Sekunde verhindert. In Erinnerung daran wird gepilgert, gebetet und gefeiert. Jetzt ist Zeit der Hadsch, der Pilgerreise nach Mekka. Muslime und Muslimas, die es sich leisten können, sollen einmal im Leben zur Zeit des Opferfestes in die heiligste Stadt der Muslime. Denn die Hadsch zählt als eine der fünf Säulen des Islam (und sie ist das größte touristische Ereignis weltweit). 

 

Nächste Woche gibt es einen Tipp für Aufenthalte in Saudi Arabien.

 

 

20.08.2017

Vor dem Auslandsaufenthalt beim Auswärtigen Amt registrieren


Wenn Sie jetzt sagen, ist doch selbstverständlich, dass ich mich bzw. meine Monteure und andere Mitarbeiter/innen in die Elefand-Liste beim AA eintrage, wunderbar! Bei meinen interkulturellen Sicherheitstrainings erlebe ich aber immer wieder, dass diese Möglichkeit der elektronischen Registrierung in etlichen Firmen unbekannt ist. Im Krisen- und Evakuierungsfall kümmern sich die Vertretungen vor Ort um die registrierten Personen. Mit dem Eintrag in Elefand erklärt man sich bereit, dem Auswärtigen Amt bzw. den vom Auswärtigen Amt beauftragten Organisationen die Daten zum Zweck der konsularischen Betreuung in Krisenfällen und im Evakuierungsfall zu überlassen. Die Registrierung ist nicht nur für politisch instabile Länder wichtig. Zu Krisen kann es auch z. B. durch Naturkatastrophen kommen – und zwar plötzlich und überall.


Die Möglichkeit der Registrierung besteht auch für Österreicher/innen beim Bundesministerium Republik Österreich (BMEIA) unter dem Stichwort Registrierung Auslandsreisende.


Nächste Woche gibt es einen Business-Tipp zum Opferfest. 

 

 

09.08.2017

Gute Betreuung für den Geschäftsbesuch


Viele Deutsche neigen dazu, Berufliches und Privates streng zu trennen. Das bedeutet, dass Feierabend eben Feierabend ist und dass der Freundeskreis nicht unbedingt aus Kolleg/innen und Geschäftspartner/innen besteht. In vielen afrikanischen und asiatischen Ländern ist das aber anders. Man geht gemeinsam nach Dienstschluss aus und wenn ausländische Gäste kommen, werden die nahezu rundum betreut. Deshalb macht es einen guten Eindruck, ausländische Gäste in Deutschland schon am Flughafen abzuholen und auch ein Abend- und Besichtigungsprogramm während des Aufenthaltes für sie zu arrangieren. Und zwar gemeinsam mit Firmenangehörigen! Das sind die besten Voraussetzungen für eine gute und lange Zusammenarbeit. Und das wollen wir schließlich alle, oder?

 

Falls ihr bestimmte Themen wünscht oder einfach einen Kommentar loswerden wollt, schreibt mir eine Email.  


Nächste Woche gibt es einen Sicherheitstipp für den weltweiten Einsatz von Service- und Sales-Mitarbeiter/innen.

 

 

29.07.2017

Die Bedeutung von „time is money“

 

„Zeit ist Geld“, mit diesem Satz bin ich in einer UnternehmerInnenfamilie aufgewachsen. Für die meisten Deutschen und US-AmerikanerInnen ist klar, was mit „time is money“ gemeint ist. Zeit kostet, Zeit wird bezahlt, Zeit wird abgerechnet, Zeit ist Arbeitszeit. Viele Deutsche glauben, Zeit sparen zu können und sie versuchen, effektiv mit Zeit umzugehen. Das sind Vorstellungen, die für viele Menschen, die in Indien, in afrikanischen oder nahöstlichen Ländern aufgewachsen sind, ziemlich seltsam klingen, um nicht zu sagen völlig unsinnig. In Zimbabwe erklärte mir ein Shona-Kollege, dass Zeit einfach Zeit sei. Die Qualität der Zeit zählt dort, nicht die Quantität. Man kann Zeit nicht sparen, weil jeder die gleichen Stunden pro Tag zur Verfügung hat. Wenn ich Zeit spare, habe ich trotzdem keine einzige Minute mehr am Tag. In Indien gibt es zwar auch das Sprichwort „time ist money“, es bedeutet allerdings etwas völlig anderes als in Deutschland. Nämlich, je mehr Zeit ich vorab in eine Beziehung mit Small Talk, Treffen, Essen gehen usw. investiere, desto mehr Geld springt hinterher für beide heraus. Und das funktioniert auch in vielen anderen Ländern.

Falls ihr bestimmte Themen wünscht oder einfach einen Kommentar loswerden wollt, schreibt mir eine Email.

Nächste Woche beschäftigen wir uns mit der Betreuung von ausländischen KollegInnen, KundInnen oder GeschäftsparternInnen, die in Deutschland zu  Besuch sind.

 

20.07.2017

Nachfragen erlaubt – Tipp für Ausbilder und Ausbilderinnen

 

Letzte Woche war ich als Podiumssprecherin zum „Runden Tisch“ im Rahmen des Projektes „Stark für Ausbildung“ an die IHK nach Stuttgart eingeladen. Getragen wird das Projekt von DIHK und ZWH. Einer meiner Beiträge: Immer wieder stellen Ausbilderinnen und Ausbilder fest, dass manche junge Menschen – z. B. aus arabischen Ländern, afrikanischen Ländern, Afghanistan oder auch China – nicht nachfragen, wenn sie etwas nicht verstanden haben. Sie nicken mit dem Kopf oder bestätigen mit einem Ja, dass sie die Inhalte verstanden hätten. Ausbilder interpretieren meist, dass die jungen Menschen nicht zugeben wollen, dass sie etwas nicht verstanden haben, um ihr Gesicht zu wahren. Denkste! In der Regel ist es genau andersherum. Oft aufgewachsen in hierarchischen Strukturen und an frontalen Unterricht gewöhnt, fragen sie nicht nach, um das Gesicht der Ausbilderin oder des Lehrers zu schützen. Würden sie nachfragen, würde das bedeuten, der Lehrer hat schlecht erklärt und sie würden unterstellen, er sei ein schlechter Lehrer. Lösung? Die Auszubildenden erklären lassen oder das Gezeigte nachmachen lassen. Übrigens würden viele nachfragen, wenn Ihnen ein ungefähr Gleichaltriger etwas erläutern würde, dann sind der hierarchische Abstand und die Hemmschwelle niedriger.

 

Nächste Woche gibt es einen Beitrag zur Zeitplanung im Kulturvergleich. Bis dann! Und wenn ihr bestimmte Themen wünscht oder einfach einen Kommentar loswerden wollt, schreibt mir eine Email. Soweit möglich werde ich in einem der nächsten Beiträge darauf eingehen.

   

13.07.2017

Grenzenlos kurz, knapp, knallig – ab jetzt wöchentlich!

In den letzten Wochen war ich bei so vielen spannenden Veranstaltungen, ob beim Afrika-Tag in Chemnitz (bei dem auch Herr Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, anwesend war), dem „Round Table Nigeria“ an der IHK München mit etlichen Teilnehmern aus Nigeria und spannenden Vorträge, am Runden Tisch von DIHK und ZWH (Zentralstelle für die Weiterbildung im Handwerk) in Stuttgart zum Thema „Stark machen für Ausbildung“ (zu dem ich als Kulturexpertin auf das Podium eingeladen war) und bei der Tagung „Vielfalt im Betrieb“ an der Evangelischen Akademie in Tutzing. Vieles davon ist auch für euch interessant. Deshalb möchte ich die vielen Ereignisse, Erkenntnisse, Eindrücke und manche meiner Gedanken mit euch teilen. Künftig gibt es wöchentlich Wissenswertes zu Veranstaltungen, zu Kultur(en), zu Ländern, zu Fallbeispielen, zur betrieblichen Integration, zu Sitten und Bräuchen. Wenn ihr bestimmte Themen wünscht oder einfach einen Kommentar loswerden wollt, schreibt mir eine Email. Soweit möglich werde ich in einem der nächsten Beiträge darauf eingehen.

 

Nächste Woche gibt es erst Mal einen nützlichen Tipp für Ausbilder/innen, zu deren Schülern und Schülerinnen Geflüchtete zählen. Bis dann!